vom Schreiben

Biografisches Schreiben bedeutet mir soviel als möglich aufzuspüren, aufzubewahren und zu erzählen, was andernfalls ungehört geblieben und vergessen worden wäre. Meine literarischen Arbeiten über Menschen, die nicht mehr unter uns sind, es aber vielleicht gern wären, verstehe ich als eine spalt-weit offene Tür zu ihnen, durch wir ihre Geschichte noch einmal hören…

Solchen gelebten Leben nahe zu kommen, führt mich oft fort vom Schreibtisch. An Quellen die sich auftun. An Orte und Plätze die Geschehenes vielleicht noch einmal erkennen oder erspüren lassen.

Zu dieser Arbeit gehört für mich auch das Glück der Erfahrung, gelegentlich auf Menschen zu treffen, deren Existenz oder meine Begegnung mit ihnen, ich nicht für möglich gehalten hätte. Oft entstand daraus Ansporn, eine Idee, eine Zeit der Zusammenarbeit, ein Projekt, ein Buch… oder Freundschaft.

Essays - die tiefgründige Betrachtung in unruhiger, sich in vielem überschlagender Zeit… Meine Möglichkeit, schreibend das Leben und unser Tun zu bedenken.